Freiwillige Feuerwehr Strenglin-Pronstorf

Nachdem es seit 1908 bereits Löschgruppen gab, wurden 1934 die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Pronstorf gegründet.

1937 wurde in Pronstorf die erste Motorspritze angeschafft.
In Strenglin war damals noch ein Pferdewagen mit Handdruckspritze im Einsatz, bis diese 1943 durch eine DKW-Tragkraftspritze abgelöst wurde.

Am 3.5.1945 stürzte ein zweimotoriges Kampfflugzeug ohne Munition auf das Wohn- und Wirtschaftsgebäude von G. Hanelt in Strenglin. Die zwei Mann Besatzung konnten rechtzeitig vorher abspringen. Gelöscht wurde mit Unterstützung der Dorfbevölkerung, Soldaten und Polizisten aus der Stadt Berlin.

1953 Großfeuer auf Gut Pronstorf - Haferscheune, Holzstall, Schweinestall und das Sägewerk wurden ein Raub der Flammen. Die Meierei und der Schafstall konnten gerettet werden - es waren alles Reetdachgebäude.

7.8.1957 Durch Blitzschlag
brannte der 600 Jahre alte Pronstorfer Krug nieder.
Ab 1960 wurde in Strenglin ein Protokollbuch geführt:
• Damals gehörten der Wehr 14 aktive Feuerwehrmänner an.
• 1961 wurde ein AWG Mehrzweckstrahlrohr Größe C mit Absperrung für Voll- und Sprühstrahl angeschafft.
• Am 22.1.1963 stand der Wirtschaftsteil des Land- und Gastwirts A. Wulf, Strenglin, in hellen Flammen. Nachdem der Wasservorrat aus dem Mühlenteich erschöpft war, musste eine 2,5 km lange Schlauchleitung zur Trave verlegt werden.
• 11.8.1965 Die Feldscheune auf Gut Pronstorf brannte nieder.
Bezifferung der Schäden:
- Mobilien: 150.000,- DM
- Immobilien: 200.000,- DM
• Nachdem in den ersten Jahren ein Feuerwehranhänger bereitstand, wurde 1968 das erste Feuerwehrfahrzeug angeschafft:
Bereits drei Tage vor der offiziellen Übergabe, am 21. April 1968, musste das neue Fahrzeug zu einem Brand auf der stillgelegten Ziegelei in Hartenkamp ausrücken.
In den Wintermonaten war ein gebrauchter VW-Bus in Eigenleistung als Feuerwehrauto hergerichtet worden. Wehrführer Carl Vagt und dessen Stellvertreter Werner Pries hatten manche Stunde hierfür geopfert. Zum Lohn für ihren Elan, lud Bürgermeister Schlüter die Feuerwehrmänner zu einem Umtrunk in die Strengliner Mühle ein
• 1971 bekam das Spritzenhaus einen Stromanschluss, innen und außen eine Lampe.
• 1974 arbeiteten von neunzehn aktiven Feuerwehrkameraden nur drei außerhalb. Die Wehr erhielt die ersten zwei Handfunkgeräte.
• 1975 wurde das alte Gerätehaus abgerissenund mit dem Rohbau eines neuen Feuerwehrgerätehauses (Fahrzeuggarage) begonnen.
• 1976 wurden Arbeitsgruppen gebildet und das neue Feuerwehrgerätehaus größtenteils in Eigenleistung fertiggestellt.
• 1977 bewilligte die Gemeinde die Neuanschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs (TSF), Ford Transit.
Bei der Auslieferung erklärte der Vertreter der Fa. Metz, diese Fahrzeuge würden heutzutage ohne Reserverad ausgeliefert werden. Bis zum ersten Waschen haben die Kameraden es auch geglaubt. Erst dann entdeckten sie das unter dem Fahrzeugheck angebrachte Reserverad.
• Nach 18 Jahren im Amt als Wehrführer wurde Paul Sommer am 6. Juni 1991 bei einer Feierlichkeit in der Strengliner Mühle verabschiedet. Er wurde zum Ehrenwehrfüher ernannt. Anschließend überreichte Bürgermeister Eberhard Klamroth dem gewählten Nachfolger, Hartwig Schilling, die Ernennungsurkunde zum neuen Wehrführer. Als weiterer Höhepunkt wurde eine neue "extrem leichte und leistungsstarke" Tragkraftspritze feierlich übergeben.
• Bei der Jahreshauptversammlung 1993 wurde über die Frage "Frauen in der Feuerwehr" abgestimmt. Trotz des damals schon positiven Ergebnisses von 12 Ja-Stimmen und 3 Enthaltungen ohne Gegenstimmen haben die Frauen bis heute noch nicht den Weg in unsere Wehr gefunden.
• 1993 wurde mit dem schon seit einigen Jahren geplanten Bau eines Schulungsraums als Anbau an die bisherige Fahrzeuggarage begonnen. Dank viel gutem Willen und sehr viel Eigenleistung der aktiven Wehr, konnten nicht nur respektable Räumlichkeiten geschaffen, sondern gleichzeitig der Gemeindehaushalt geschont werden.
• Am 15. April 1994 wurde das neue Feuerwehrhaus eingeweiht. Neben einem guten Teil der Dorfbevölkerung waren auch Gemeindevertreter und einige Wehrführer der umliegenden Dörfer zu der symbolischen Schlüsselübergabe erschienen. Die nun endlich fertiggestellten Räumlichkeiten, der großzügige Schulungsraum einschließlich Teeküche und moderner Sanitärräume wurden eingehend besichtigt.

⇒ Unser Feuerwehrhaus heute.